Ökologische Baustoffe

Wärmedämmung ist auch bei denkmalgeschützten Altbau Fassaden möglich

Energieeffizienz im Denkmalschutz und Altbau

Auch in denkmalgeschützten Gebäuden lassen sich Energiekosten durch eine Wärmedämmung reduzieren

Denkmalgeschützte Gebäude sehen gut aus und geben dem Stadtteil ein unverwechselbares Gesicht. Die Erhaltung der baukulturellen Denkmäler ist auf lange Sicht aber nur möglich, wenn Eigentümer und Benutzer sie mit vertretbaren Energiekosten bewirtschaften können und Sanierungsmaßnahmen im „Rahmen“ bleiben.

Zur energetischen Sanierung stehen im Denkmalschutz oftmals nur die Dämmung einer Außenwand von innen zur Verfügung. Leider hat die Innendämmung einer Außenwand den Ruf, nicht zu funktionieren oder Folgeschäden, wie Durchfeuchtungen, zu verursachen. Aber: Von wenigen Ausnahmen abgesehen ist im Altbau eine Innendämmung aus energetischer und hygienischer Sicht besser als gar keine Dämmung. ( Siehe dazu auch Artikel aus BAUHANDWERK 05/2011)
Zur Vorbeugung von Feuchteschäden sind bei Innendämm-Maßnahmen die richtige Materialauswahl sowie eine sorgfältige Planung und Ausführung erforderlich! „Die Innendämmung ist zweifellos problematisch – aber nur deshalb, weil Vieles falsch gemacht und oft auch immer wieder falsch informiert wird“, meint Markus Brecht von der Energiewerkstatt Rhein-Neckar GmbH in Leimen. Wichtig ist ein stimmiges Gesamtkonzept, bei dem die originale Bausubstanz und das historische Erscheinungsbild erhalten bleiben. „Wir arbeiten daher sehr eng mit dem Nutzer, einem bewährten Netzwerk zuverlässlicher Handwerkern und Denkmalschutzbehörden zusammen damit alle gemeinsam von Anfang an eingebunden sind und ein gemeinsam vertretbarer Weg gefunden wird.“

Die Zahl der Baudenkmale in Baden-Württemberg wird auf ca. 100.000 geschätzt, etwa 80% davon sind Wohnhäuser. Das sind etwa 3 Prozent der 2,3 Millionen Wohngebäude im Südwesten. Viele von Ihnen sind älter als hundert Jahre. Die Aufgabe des Denkmalschutzes sollte die weitgehende Erhaltung der originalen Bausubstanz und des historischen Erscheinungsbildes sein. Jugendstilfassaden, Fachwerkgebäude oder alte Klinkerfassaden dürfen nicht einfach hinter einer Wärmedämmung verschwinden. Bei denkmalgeschützten Fenstern sind die Behörden besonders penibel. Neue Energiesparfenster mit einem breiteren Rahmen werden in der Regel abgelehnt. Muß ein Fenster ausgetauscht werden, können Fensterbauer die alten Fenster restaurieren und mit dem Einsatz von Wärmeschutzverglasung auf moderne Isolierglaswerte aufarbeiten. Hierzu bietet sich der Einsatz alter Werkstoffe wie Leinöl der Firma Leinölpro besonders an. Alte Farben lassen sich hervorragend mit dem Speedheater vin Leinölpro entfernen. Der „Schnellentlacker“ arbeitet ohne Verbrauchsstoffe, leise und staubfrei – und ist dabei wesentlich schneller und sicherer als die Heißluftpistole. Diese Arbeiten kann in der Regel jeder selbst durchführen und spart damit enorme Kosten. Nach erfolgreicher Lackentfernung kann der Astrich mit Leinölarben erfolgen. In unseren Workshops erfahren Sie alles zum Umgang mit dem alten Werkstoff Leinöl. Weitere Einsparpotentiale ergeben sich durch eine zusätzlich vorgesetzte Glasscheibe im Innenbereich.

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